Eilmeldung

Eilmeldung

EU-Minister segnen Roaming-Gesetz ab: Reicht die Zeit bis zu den Sommerferien?

Sie lesen gerade:

EU-Minister segnen Roaming-Gesetz ab: Reicht die Zeit bis zu den Sommerferien?

Schriftgrösse Aa Aa

Handy-Telefonate im Ausland werden billiger – aber ob die neue Regelung schon den Sommerfrischlern zu Gute kommt, ist nicht garantiert. Die für Telekommunikation zuständigen Minister besiegelten an diesem Donnerstag das Gesetz zur Deckelung der Roaming-Gebühren, das zuvor vom Europa-Parlament verabschiedet worden war. Ihre Zustimmung galt als Formsache.

Mit Veröffentlichung im Amtsblatt der EU Ende Juni tritt das Gesetz in Kraft, erklärte Medien-Kommissarin Vivian Reding: “Das Datum der Veröffentlichung ist das Datum, von dem an die Regelung in die Praxis umgesetzt wird. Dann müssen die Netzbetreiber innerhalb eines Monats all ihren Kunden den speziellen Euro-Tarif anbieten. Sie können ihnen sogar etwas Besseres bieten, denn der Euro-Tarif ist nur die Obergrenze.”

Da die Anbieter dann noch einen Monat Zeit haben, um auf Kundenanfragen zu reagieren, könnte es Ende August werden.

Das Gesetz deckelt die Gebühren für eingehende Anrufe im Ausland im ersten Jahr bei 49 Cent pro Minute, für abgehende bei 24 Cent. Nach zwei Jahren liegt die Obergrenze bei 43 beziehungsweise 19 Cent pro Minute.

Drohungen der Anbieter, im Gegenzug die Inlandsgespräche zu verteuern, wies die Kommission als haltlos zurück, will aber die Entwicklung zusammen mit den Aufsichtsbehörden im Auge behalten. Für die Zukunft visiert sie außerdem auch gesetzliche Tarif-Obergrenzen für Kurzmitteilungen an.