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EU will wieder mit Serbien über Assoziierungsabkommen verhandeln

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EU will wieder mit Serbien über Assoziierungsabkommen verhandeln

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Die EU-Kommission hat nach einem Jahr Zwangspause die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Serbien über eine Annäherung angekündigt. Die Fortsetzung der Gespräche über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen wird als Zugeständnis der EU an Serbiens Regierung gewertet, um im Streit um die Zukunft des Kosovo voranzukommen. Diese lehnt eine Unabhängigkeit der abtrünnigen Provinz nach wie vor ab.

Serbiens Fortschritte bei der Zusammenarbeit mit dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ebneten mit den Weg für die Verhandlungen. Die Festnahme und Überstellung des bosnischen Serbengenerals Zdravko Tolimir vor wenigen Tagen und eine positivere Bewertung der Chefanklägerin Carla Del Ponte bewogen die Kommission, grünes Licht für die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Serbien zu geben. Diese ist für den kommenden Mittwoch geplant.

Allerdings verlangt die EU weiterhin die Auslieferung der flüchtigen Serbenführer Radovan Karadzic und Ratko Mladic. Sie sollen sich in Serbien befinden und stehen ganz oben auf der Liste der gesuchten Kriegsverbrecher. Wegen der mangelnden Bemühungen um ihre Festnahme hatte die EU die Verhandlungen vor einem Jahr ausgesetzt.