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Mehr Schutz für "Teilzeit-Feriengäste"

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Mehr Schutz für "Teilzeit-Feriengäste"

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Timesharing, die Teilzeitnutzung von Ferienwohnungen, Wohnmobilen oder Hausbooten auf begrenzte Zeit, wird bei den Europäern immer beliebter. Um die Verbraucher besser vor unseriösen Anbietern zu schützen, hat die EU-Kommission die geltende Richtlinie dazu überarbeitet. Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva stellte an diesem Donnerstag die Vorschläge vor.

“Viele Produkte, die keine echten Timesharing-Produkte sind, aber so scheinen, zum Beispiel Ferien-Tausch-Clubs oder Ferienclubs, werden durch die geltende Richtlinie nicht abgedeckt”, begründete Kuneva die Initiative. “Das heißt, wenn Sie einem solchen Ferienclub beitreten, sind Sie nicht durch die Richtlinie geschützt, und damit können Sie in einer Falle landen.”

Mit dem Timesharing- oder Teilzeitnutzungsrecht erwirbt der Kunde für zumeist mindestens drei Jahre das Recht, einen bestimmten, festgelegten Zeitraum im Jahr in einer Ferienanlage zu verbringen.

Künftig sollen die Kunden auch beim Verkauf oder Tausch von Timesharing-Rechten besser geschützt werden. Und es soll verhindert werden, dass sie unter Druck oder durch unlautere Methoden zum Beispiel für die Mitgliedschaft in einem Travel Discount Club geworben werden, der ihnen günstige Rabatte verspricht, dafür aber vorab eine Pauschalgebühr abkassiert.

Die geltende Richtlinie von 1994 sicherte nur Kunden den Informations- und Rücktrittsanspruch, die für mindestens drei Jahre ein Teilzeitnutzungsrecht an einer Ferien-Immobilie erwarben.