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Türkei richtet Sicherheitszone in kurdischem Südosten ein

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Türkei richtet Sicherheitszone in kurdischem Südosten ein

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Die Türkei hat an der Grenze zum Irak eine Sicherheitszone eingerichtet. Nach Angaben des türkischen Generalstabs sollen dort vom 9. Juni bis zum 9. September mehrere Kontrollpunkte eingerichtet werden, um das Einsickern von Kämpfern der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in den kurdischen Südosten des Landes zu verhindern.
Zivilisten ist der Zugang zu den militarisierten Zonen in den Provinzen Siirt, Sirnak und Hakkari bis auf weiteres untersagt. Der türkische Außenminister Abdullah Gül wies Berichte über eine Invasion in den Norden des Irak zurück. Das Land bekämpfe den Terrorismus und habe das Recht, gegen kurdische Aufständische vorzugehen.
Nach Angaben der türkischen Regierung stehen in der Region mehrere tausend Kämpfer der PKK unter Waffen, die von ihrem Rückzugsgebiet im Nord-Irak aus regelmäßig auf türkisches Gebiet vordringen. Díe Türkei zieht schon seit Jahren regelmäßig Truppen in der Region zusammen. Seit Beginn der Kämpfe zwischen Armee und PKK 1984 wurden dort mehr als 37.000 Menschen getötet. In der Region galt fast durchgehend der Ausnahmezustand.