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Putin schlägt den USA gemeinsame Raketenabwehr vor

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Putin schlägt den USA gemeinsame Raketenabwehr vor

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Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Rande des G8-Gipfels für eine Überraschung gesorgt. Statt wie in den Tagen vor Heiligendamm auf Konfrontation zu den USA zu gehen, bewegt sich Putin im Streit um das geplante US-Raketenabwehrsystem auf Präsident George W. Bush zu. Putin schlug vor, eine Radaranlage in Aserbaidschan gemeinsam zu betreiben.

Bush fand die Idee “interessant”. Nach einem Gespräch, erläuterte der russische Präsident seinen Vorschlag: “Der erste Plan ist, die Radarstation in Gabala zu nutzen, die wir von Aserbaidschan gemietet haben.”

Gabala liegt im Norden Aserbaidschans. Aus Sicht Russlands ist man von dort aus in der Lage ganz Europa vor einer Bedrohung zu schützen. Die USA könnten deshalb auf ihr geplantes Raketenabwehrsystem in Mitteleuropa verzichten.

Es bleibt abzuwarten, ob der Vorschlag einen Ausweg aus dem seit Monaten schwelenden Streit bietet. Die USA haben immer wieder bekräftigt, in Tschechien eine Radarstellung zu errichten und in Polen Abfangraketen stationieren zu wollen. Russland hatte dies als Rückfall in den “Kalten Krieg” bezeichnet.