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Russland lenkt im Raketenstreit ein: Putin präszisiert Vorschlag der Zusammmenarbeit

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Russland lenkt im Raketenstreit ein: Putin präszisiert Vorschlag der Zusammmenarbeit

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Der russische Präsident Wladimir Putin hat zum Abschluss des G8-Gipfels in Heiligendamm seine Vorschläge für eine Zusammenarbeit mit den USA bei einem Raketenabwehrsystem präzisiert. Gleichzeitig erneuerte er seine Kritik an den ursprünglichen US-Plänen. “Wir wissen, dass das amerikanische Projekt eine Gefahr für die Sicherheit Russlands und seiner Bürger darstellt”, sagte Putin. “Daher müssen wir darüber nachdenken, wie wir reagieren könnten. Als erstes müssten wir die Gefahr neutralisieren. Das heißt, wir würden unsere Raketen gegen deren Raketen richten.”

Zuvor hatte Putin den USA angeboten, sich an dem geplanten Raketenabwehrsystem zu beteiligen und die aserbaidschanische Radarstation “Gabala 2” zu nutzen. Russland würde alle Informationen aus der Station den USA zur Verfügung stellen, sagte Putin. “Gabala 2” deckt den Mittleren und Nahen Osten, den asiatischen Raum, den Indischen Ozean und sogar Teile Afrikas ab. Als mögliche Stationen für Abwehrsysteme nannte Putin die Türkei oder auch den Irak – denn, so sagte er, wozu hätten die USA sonst dort Krieg geführt.