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Zu Wasser, zu Land, auf der Bühne - G8-Proteste teils gewalttätig, in der Nacht aber wieder ruhig

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Zu Wasser, zu Land, auf der Bühne - G8-Proteste teils gewalttätig, in der Nacht aber wieder ruhig

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Die waghalsigen Greenpeace-Proteste auf der Ostsee könnten Konsequenzen haben. Die Staatsanwaltschaft in Rostock prüft rechtliche Schritte gegen die Umweltschutzorganisation, die mit insgesamt elf Schlauchbooten in die Sperrzone um Heiligendamm eingedrungen war.

Bei der riskanten Verfolgungsjagd mit der Polizei wurden ein Beamter und mindestens drei Aktivisten verletzt. Auch zu Lande gerieten Polizei und Gipfelgegner aneinander. Am Kontrollpunkt Hinter Bollhagen setzte die Polizei Wasserwerfer ein, um eine Zufahrtsstraße zu räumen. Dabei wurde ein Fotograf verletzt. Berittene Polizei drängte zudem Demonstranten ab, die bis zum Sperrzaun vorgedrungen waren. Mehr als 240 Menschen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. In der Nacht entspannte sich die Situation aber wieder. Die Stimmung sei friedlich, so die Polizei.

Ausgelassen gefeiert wurde unterdessen in Rostock. Rund 70,000 Stimmen grölten “gegen die Armut”, so das Motto des sechsstündigen G8-Protestkonzerts. Rockstars wie Bob Geldof, die Toten Hosen, Bono und Herbert Grönemeyer erinnerten die Staats- und Regierungschefs an ihre Verantwortung für Afrika.