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Bush in Italien: Treffen mit Ministerpräsident Prodi sowie Papst Benedikt XVI.

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Demonstrativ herzlich hat der italienische Regierungschef Romano Prodi am Samstag US-Präsident George W. Bush in Rom empfangen. Dabei ist das Verhältnis zwischen Italien und den USA alles andere als spannungsfrei – vor allem wegen des schwachen Rückhalts für die Stationierung italienischer Truppen in Afghanistan. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Treffen mit dem US-Präsidenten sprach Prodi das Thema denn auch an und betonte die Gemeinsamkeiten. “Es gibt eine aktive Zusammenarbeit, sowohl hinsichtlich der Probleme in Afghanistan als auch bei der schwierigen Situation mit dem Iran”, so Prodi. “Wir haben bezüglich der Gefahr von Nuklearwaffen die gleiche Ansicht. Wir stimmen auch darin überein, wie man in dieser Angelegenheit weiter vorgehen soll.”

George W. Bush drängte erneut auf die baldige Verabschiedung einer UN-Resolution über die künftige Unabhängigkeit des Kosovo. “Es ist Zeit, mit diesem Plan voranzukommen”, sagte er. “Ich kann verstehen, dass die Kosovaren ungeduldig auf eine Entscheidung der Internationalen Gemeinschaft warten, und gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass auch die Serben einen Weg in die Zukunft erkennen. Ein guter Weg für sie wäre die Möglichkeit einer EU-Mitgliedschaft.” Außerdem bot Bush Belgrad wirtschaftliche Unterstützung sowie eine engere Zusammenarbeit mit den USA an.

Zuvor war der US-Präsident im Vatikan mit Papst Benedikt XVI. zusammengetroffen. Dabei rief der Papst zu verstärkten Friedensbemühungen im Nahen Osten auf. Bush sagte im Anschluss an das Treffen, er habe in der Gegenwart des Papstes Ehrfurcht gefühlt.