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Trichet sieht in hohen Lohnabschlüssen Gefahr für Preisstabilität

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Trichet sieht in hohen Lohnabschlüssen Gefahr für Preisstabilität

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Die Europäische Zentralbank sieht auch nach ihrer jüngsten Zinserhöhung vor einigen Tagen weiterhin Risiken für die Preisstabilität. Eine Gefahr seien vor allem hohe Lohnabschlüsse, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet vor dem Wirtschafts- udn Währungsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel. Tarifvereinbarungen müssten daher die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Branchen berücksichtigen.

Insgesamt zeichnete Trichet ein positives Bild der Wirtschaft der Eurozone. Exporte und Inlandsnachfrage seien weiterhin robust. Wegen der Entspannung auf dem Arbeitsmarkt stiegen auch die Einkommen.

Trichet gab dennoch keine Hinweise auf die weitere Zinspolitik der EZB. Diese hatte die Leitzinsen in der vergangenen Woche auf vier Prozent angehoben.
Die meisten Volkswirte rechnen bis zum Jahresende mit noch zwei weiteren Erhöhungen. Trichet erklärte lediglich, die Zinspolitik der Zentralbank werde auch künftig das Wachstum unterstützen.

Bei der Industrieproduktion gab es indes einen Dämpfer. Diese nahm im April überraschend ab. In Deutschland war es der erste Rückgang in sechs Monaten und der heftigste in fast sieben Jahren. Dagegen meldete der Dienstleistungssektor leichte Zuwächse, die sogar etwas besser ausfielen als erwartet.