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Unterstützung für die in Libyen zum Tode verurteilten bulgarischen Krankenschwestern

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Unterstützung für die in Libyen zum Tode verurteilten bulgarischen Krankenschwestern

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Die kommt sowohl von US-Präsident Bush wie auch verstärkt von der Europäischen Union. Der deutsche Außenminister Steinmeier war als gegenwärtiger EU-Ratspräsident zusammen mit Benita Ferrero-Waldner nach Tripoli gereist.

Dort bekundete die EU-Kommissarin Verständnis für die Familien der aidskranken Kinder, unterstrich dann aber, sie sei gekommen, um zur Lösung des Falles um die bulgarischen Krankenschwestern und den palästinensischen Arzt beizutragen.
Denen droht nun die Hinrichtung, nachdem das Berufungsgericht die Todesurteile bestätigt hatte.

Ihnen wird vorgeworfen, mehr als 400 Kinder im Krankenhaus von Bengazi vorsätzlich mit dem Aids-Visrus infiziert zu haben.

Nach Steinmeiers Gespräch mit einem Sohn von Staatschef Gaddafi scheint es wieder Hoffnung zu geben. Die EU leistet bereits umfangreiche Hilfe. Zu regeln bleibt, wer die weiter zugesagten Hilfsgelder an die Familien auszahlt.
Bulgarien will es nicht tun, weil das als Schuldeingeständnis verstanden werden könnte.

Unabhängige Experten machen die schlechten sanitären Verhältnisse im betroffenen Krankenhaus für die Aids-Übertragung verantwortlich und betonen, die Ansteckung hatte dort begonnen, bevor die nun beschuldigten Krankenschwestern und der Arzt ankamen.