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Malta bitte EU-Partner vergeblich um Hilfe

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Malta bitte EU-Partner vergeblich um Hilfe

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Bootsflüchtlinge werden vor Europas Küsten aus dem Wasser gezogen – Menschenleben muss man unter allen Umständen retten. Soweit ist man sich in der EU einig.

Weiter aber nicht. So beklagte sich bei der Tagung der EU-Innenminister der Vertreter der kleinen Mittelmeerinsel Malta die fehlende Solidarität der Partner. Tonio Borg meinte, es wäre nicht weniger als fair, wenn die illegalen Einwanderer auf alle 27 EU-Länder verteilt würden. Vorübergehend sollte man sie in der Nähe ihres Ziellandes unterbringen.

Malta, das kleinste EU-Land, liegt nun einmal der nordafrikanischen Küste am nächsten.
darum stranden hier auch besonders viele Illegale .

In der Ministerrunde verwies der spanische Vertreter auf die Abkommen seines Landes mit Senegal und Mali über die Rücknahme illegaler Migranten. Damit habe man den Ansturm deutlich abschwächen können.

Die Aufforderungen von Ratspräsident Wolfgang Schäuble, Malta nicht allein zu lassen, verhallten weitgehend ungehört.
Ihm wurde entgegnet, eine Regelung, wie Malta sie wünsche, würde nur noch mehr Illegale anlocken.

Nach Ansicht des italienischen Ministers muss die EU-Grenzschutzagentur Frontex dafür sorgen, dass in Nordafrika überhaupt keine Flüchtlingsboote mehr Richtung Europa ablegen.