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Rückschlag für tschechische Budweiser-Brauerei vor EU-Gericht

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Rückschlag für tschechische Budweiser-Brauerei vor EU-Gericht

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Im Streit mit dem US-Biergiganten Anheuser-Busch hat die tschechische Staatsbrauerei Budweiser einen juristischen Rückschlag erlitten. Das EU-Gericht Erster Instanz in Luxemburg erlaubte den Amerikanern, die Bezeichnungen Budweiser, Bud und das Budweiser-Logo für Waren eintragen zu lassen, die nichts mit Bier zu tun haben. Etwa für Textilien, Schreibwaren oder Nahrungsmittel. Der Ruf der tschechischen Marke werde dadurch nicht beeinträchtigt.

Anheuser-Busch mit Budweiser und seinen zahlreichen anderen Marken produziert jährlich knapp 150 Millionen Hektoliter Bier. Der Umsatz liegt bei 13 Milliarden Euro. Die tschechische Budweiser Budvar bringt es dagegen nicht einmal auf ein Zehntel dieser Menge.

Das Tauziehen um das Budweiser-Bier ist der ältesteste Markenstreit der Wirtschaftsgeschichte. Im Prinzip gilt ein Kompromiss: Die Tschechen vertreiben Budweiser-Bier in der EU, die Amerikaner im Rest der Welt. Anfang Januar vereinbarten beide Seiten zudem eine Kooperation, wonach Anheuser-Busch das tschechische Budweiser-Bier in die USA importiert – allerdings unter anderem Namen.