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Brüssel prüft französischen Strom-Sonderpreis für Großabnehmer

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Brüssel prüft französischen Strom-Sonderpreis für Großabnehmer

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Wegen möglicher Wettbewerbsverzerrungen im Strommarkt hat die EU-Kommission ein Untersuchungsverfahren gegen Frankreich eingeleitet. Sie argwöhnt, dass die staatlich festgesetzten Regelpreise, zu denen der Strom dort an große und mittlere Betriebe verkauft wird, als staatliche Beihilfe zu werten sind. Denn sie liegen deutlich unter dem Preis etwa für Privatverbraucher.

Die Untersuchung folge ähnlichen Ermittlungen, die bereits gegen Spanien im Januar eingeleitet worden seien, und in Italien, wo es ebenfalls um Vorzugspreise auf dem Strommarkt gehe, erklärte ein Kommissionssprecher.

Nur die Großabnehmer, nicht aber die Verbraucher kommen in den Genuss dieses Regeltarifs, der nach Annahme der Brüsseler Wettbewerbshüter unter anderem durch indirekte Abgaben mitfinanziert wird. Ein Hindernis auf dem liberalisierten Strommarkt, den auch Frankreich vom ersten Juli an komplett umsetzen muss. Kunden und Verbraucherorganisationen fürchten dann einen Preisanstieg.

In Deutschland war dies nach der Liberalisierung nicht der Fall. Doch beherrschen dort inzwischen wenige Großkonzerne den Markt.