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das Leben des israelischen Präsidenten

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das Leben des israelischen Präsidenten

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83 Jahre ist Schimon Peres alt – und kein bisschen politik-müde. Vor 7 Jahren als Präsidentschaftskandidat gescheitert, hat er sich erneut um das höchste Staatsamt beworben.
Zweimal war er Ministerpräsident, diverse Male Minister, er kennt so viele Ressorts aus eigener Erfahrung wie kein anderer israelischer Politiker.

Vor allem aber ist er der international renomierteste unter den Politikern seines Landes.
Dank seiner Verdienste, die zum historischen Händedruck mit Palästinenserführer Arafat führten, ist er längst eine Person der Weltgeschichte.

Zusammen mit seinem Parteifreund und innerparteilichen Rivalen Itzak Rabin machte Peres den Weg frei zu Verhandlungen mit den Palästinensern. Dafür bekamen Arafat, Rabin und Peres 1994 gemeinsam den Friedensnobelpreis.
Peres ist der einzige aus dieser Runde, der noch lebt. Im November 1994 stand er mit Itzak Rabin in Tel Aviv auf der Tribüne, als der während einer gewaltigen Friedenskundgebung erschossen wurde.

Geboren wurde er als Szymon Perske am 2. August 1923 in der polnischen Stadt Wiszniew, die heute zu Weißrussland gehört.
Als er 11 war, wanderte die Familie in das damals unter britischem Völkerbundsmandet stehende Palästina aus.
Für einen jüdischen Staat kämpfte er schon in der Hagana. Kaum war dieses Ziel erreicht, beauftragte ihm Staatsgründer David Ben Gurion die Personal- und Waffenbeschaffung für die israelische Armee.

Die politische Karriere des Schimon Peres ist auch ein Abbild der wechselvollen israelischen Parteiengeschichte.

Als 1996 erstmals der Ministerpräsident direkt gewählt wurde, verlor Schimon Peres gegen den Likud-Mann Benjamin Netanyahu.

Als er auch in der eigenen Arbeits-Partei die Führung verlor, traf er seine vorerst letzte historische Entscheidung:
Er wechselte zur Kadima, der von Ariel Scharon
neu gegründeten Partei der Mitte.