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Attentatsopfer im Libanon beigesetzt

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Attentatsopfer im Libanon beigesetzt

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Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ist am Donnerstag in Beirut der syrien-kritische
Parlamentsabgeordnete Walid Eido zu Grabe getragen worden. Eido war gestern bei einem Sprengstoffattentat getötet worden.

Bei dem Autobombenanschlag in der Nähe der Uferpromenade im Beiruter Stadtteil Manarah waren neben 64-jährigen waren neun weitere Menschen ums Leben gekommen, darunter auch sein ältester
Sohn. Mindestens elf Menschen wurden verletzt.

Eido war ein enger Vertrauter von Saad Hariri, dem Vorsitzenden der anti-syrischen Zukunftsbewegung im Parlament. Saad Hariris Vater, Rafik Hariri, war im Februar 2005 bei einem vergleichbaren Bombenanschlag getötet worden. Seither kamen sieben syrienkritische Politiker bei Anschlägen ums Leben, zuletzt Industrieminister Pierre Gemayel.

Der Hariri-Mord hatte eine Protestwelle im Libanon ausgelöst und zum Rückzug der Syrer aus dem Nachbarland geführt. Ein UN-Tribunal soll
jetzt klären, ob die syrische Führung in die Bluttat verstrickt war.

Zu dem Attentat auf Eido hat sich bislang niemand bekannt.