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Nato-Staaten beraten über europäische Raketenabwehr

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Nato-Staaten beraten über europäische Raketenabwehr

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In Brüssel sind die Verteidigungsminister der 26 Mitgliedsstaaten der Nato zusammen gekommen. Bei dem Treffen ging es in erster Linie um das Vorhaben der USA, eine eigene Raketenabwehr in Europa aufzubauen. Die
Bündnisstaaten gaben eine Untersuchung in Auftrag. Sie soll bis Februar 2008 klären, ob ein für 2010 geplantes Abwehrsystem gegen Kurzstreckenraketen mit dem US-System verbunden werden kann. Außerdem wird geprüft, ob die weit reichenden Nato-Pläne für eine Raketenabwehr, die das gesamte Gebiet der Allianz schützen soll, durch das US-Vorhaben überflüssig würden. Unklar blieb, ob die USA auf das russische Angebot der gemeinsamen Nutzung einer Radaranlage in
Aserbaidschan eingehen. Der sogenannte Raketenstreit hatte in den vergangenen Wochen für einen rauhen Ton zwischen Russland und den USA gesorgt, der teils an die Zeiten des Kalten Krieges erinnerte. Russland hatte demonstrativ mehrere Raketentests durchgeführt. Präsident Wladimir Putin drohte damit, wieder Raketen auf Ziele in Europa ausrichten zu lassen. In Polen und Tschechien sind zahlreiche Menschen gegen die US-Pläne. Die Nato-Verteidigungsminister sicherten bei ihrem Treffen außerdem Afghanistan weitere Hilfe zu.