Eilmeldung

Eilmeldung

Neue Hoffnung im Atomstreit - eingefrorene nordkoreanische Gelder überwiesen

Sie lesen gerade:

Neue Hoffnung im Atomstreit - eingefrorene nordkoreanische Gelder überwiesen

Schriftgrösse Aa Aa

Im Tauziehen um den Transfer nordkoreanischer Gelder ist ein Durchbruch erzielt worden. Wie die Behörden in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao mitteilten, seien etwa 15 Millionen Euro von eingefrorenen Auslandskonten nach Nordkorea überwiesen worden.

Der südkoreanische Unterhändler Chun Young-woo rief Nordkorea daraufhin auf, seine Zusagen einzuhalten und mit der Abrüstung zu beginnen.

Chun sagte in Soeul, die jetzt bevorstehende nukleare Abrüstung sei eine deutlich schwierigere Aufgabe als der Finanztransfer. Doch die erste Hürde sei genommen. Jetzt gehe es darum, das Abkommen vom 13. Februar umzusetzen. Es sei nun an Nordkorea, seine Zusagen einzuhalten.

Im Februar hatten sich Süd- und Nordkorea, zusammen mit den USA, China, Russland und Japan nach langem Tauziehen auf ein Abrüstungsabkommen verständigt. Im Gegenzug soll das Land Energielieferungen erhalten. Die Gelder von insgesamt gut 20 Millionen Euro bei der Bank BDA in Macao waren auf Veranlassung der USA im September 2005 eingefroren worden.

Nordkorea muss jetzt in einem ersten Schritt den Reaktor Yongbong abschalten. Eine erste Frist dazu hatte das Land im April bereits verstreichen lassen. Das kommunistische Land hatte aber wiederholt erklärt, seine Zusagen einzuhalten, sobald es über das Geld verfüge.