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Spaltung der Palästinensergebiete befürchtet

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Spaltung der Palästinensergebiete befürchtet

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Im Gazastreifen ist nach den Tagen der Gewalt Ruhe eingekehrt. Jedoch scheint sich die Spaltung der Palästinensergebiete in einen Gazastreifen der Hamas und ein von der Fatah kontrolliertes Westjordanland zu vertiefen. Die im Gazastreifen siegreiche Hamas versuchte, mit Patrouillen die Lage unter Kontrolle zu halten. Augenzeugen berichteten allerdings von zahlreichen Plünderungen.

Kritik an der Spaltung kam auch von Exilpolitikern der Hamas. So sagte Chaled Meshaal, Chef des politischen Büros der Hamas in der syrischen Hauptstadt Damaskus, dass diese das Hauptproblem der Palästinenser sei. Eine Lösung sei hingegen, sich nicht abzuwenden sondern einen Dialog zwischen Hamas und Fatah anzustreben.

Präsident Machmud Abbas ernannte den ehemaligen Finanzminister Salam Fajad zum neuen Premierminister für die Palästinensergebiete, nachdem er Ismail Hanija von der Hamas aus dem Amt entlassen hatte. Hanija allerdings wollte die Entlassung nicht akzeptieren und sieht sich immer noch im Amt.

Die Arabische Liga kritisierte in einer Sondersitzung in Kairo die verfeindeten Palästinensergruppen scharf. Mit dem internen Kampf hätten sie einen Traum Israels erfüllt. Ein Komitee soll sich nun um eine Versöhnung der Palästinenser bemühem. Der Generalsekretär der Liga Amir Moussa sagte, dass die Araber keinesfalls akzeptieren könnten, was sich derzeit in Gaza abspiele.

Im Westjordanland hat die Fatah die Oberhand. Hier zerstören Kämpfer der Organisation systematisch die Büros der Hamas. Und vertiefen ihrerseits die Spaltung der Palästinensergebiete.