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Palästinensergebiete driften weiter auseinander

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Palästinensergebiete driften weiter auseinander

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Die Lage in den Palästinensergebieten bleibt angespannt, auch wenn im Gazastreifen mehr und mehr Ruhe einkehrt. Nach wie vor versuchen viele Einwohner des Gazastreifens darunter insbesondere Anhänger der Fatah zu fliehen. Milizen der Hamas kämpfen gegen Plünderungen und Verkehrschaos. Gleichzeitig driften Westjordanland und Gazastreifen immer weiter auseinander.

Unterdessen nimmt die pälästinensische Notstandsregierung Form an. Präsident Machmud Abbas billigte sie in der Nacht per Dekret. Das Kabinett um den designierten Ministerpräsidenten Salam Fajad wird offenbar zumeist aus unabhängigen Fachleuten bestehen und soll am Samstag Mittag vereidigt werden.
Das Kabinett soll die Regierung der nationalen Einheit von Ismail Hanija von der Hamas ablösen.

Der aber erkannte seine Entlassung aus dem Amt nach wie vor nicht an. Er bemühte sich um Normalität. Heute setzte er einen neuen Sicherheitschef ein und schickte die Beamten der Ministerien wieder zur Arbeit. Hanija wiederholte, er plane keinen eigenen Palästinenserstaat im Gazastreifen, stellte aber klar, er werde eine Regierung Fajad nicht anerkennen.

Im Westjordanland ist aber noch keine Ruhe in Sicht: Kämpfer der Fatah stürmten Hamas- Einrichtungen. In Ramallah besetzten sie zudem in das Parlament.