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Agent Orange - Das Gift des Vietnamkriegs

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Agent Orange - Das Gift des Vietnamkriegs

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Sie wollen endlich Gerechtigkeit, die Agent Orange Opfer des Vietnamkriegs. Seit Jahren verlangen sie Entschädigungen von den Chemieunternehmen, die das hochgiftige Entlaubungsmittel produzierten. Es war von den USA während des Krieges eingesetzt worden.

Unter den Klägern sind amerikanische Kriegsveteranen und Vietnamesen, die nie entschädigt wurden.

2005 hatte ihnen die US-Justiz einen Prozess verweigert. Sie gingen in Berufung.

Wenn ein Krieg endgültig abgeschlossen werden solle, müsse den Opfern und den Kriegsveteranen zu Gerechtigkeit verholfen werden. Die Vietnamesen machten sich für ihre Rechte stark. Als Kriegsveteran setze man sich dafür ein, dass ALLE Opfer Gerechtigkeit erführen.

Zwischen 1962 und 1971 setzten US-Kriegsflugzeuge Dutzende Millionen Liter des ätzenden Entlaubungsmittels ein. Dadurch sollte der Dschungel gelichtet werden, der der kommunistischen Guerilla Vietcong als Versteck diente.

Agent Orange wird genannt nach der Farbe der Behälter, in denen das hochgiftige Mittel gelagert war.

Die 6000 militärischen Flugeinsätze endeten 1971. Bis dahin waren weite Teile Vietnams verseucht. Das Gift gelangte ins Grundwasser und somit in die Nahrungskette.

Drei Millionen Menschen wurden Agent Orange direkt ausgesetzt. Eine Million leidet unter starken Gesundheitsproblemen. 150 000 Kinder kamen mit schweren Missbildungen zur Welt – selbst noch in der dritten Generation.

Die Vietnamesen klagen gegen zehn Chemieunternehmen, darunter Monsanto und Dow Chemicals.

Ihr Anwalt begründet, die Firmen hätten von der US-Regierung nie den Auftrag erhalten, das Produkt mit Giften zu durchsetzen. Stattdessen hätten sie ein Produkt herstellen sollen, dass dem Menschen nicht gefährlich werde. Die Chemieunternehmen hätten allerdings in voller Absicht gehandelt, um mehr Geld zu machen.