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Palästinensergebiete: Kabinettsitzung der Nostandsregierung - EU sagt Hilfe zu

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Palästinensergebiete: Kabinettsitzung der Nostandsregierung - EU sagt Hilfe zu

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Die neue palästinensische Notstandsregierung hat die Arbeit aufgenommen. In Ramallah kamen Regierungschef Salam Fajad und die 11 Minister am Montag zu ihrer ersten Kabinettsitzung zusammen. Die radikalislamische Hamas allerdings erkennt die Regierung nicht an und kündigte an, auch das Hamas-geführte Kabinett im Gazastreifen werde die Arbeit fortsetzen. Der Informationsminister der Notstandsregierung, Riyad al-Malki, reagierte besorgt – er sagte, der Gazastreifen dürfe nicht von der Hamas in Geiselhaft genommen werden.

Tatsächlich existieren nun zwei verfeindete Palästinenserführungen – eine im Westjordanland, die andere im Gazastreifen. Die EU erklärte ihre Bereitschaft, die Regierung Fajad finanziell zu unterstützen. Fajad solle die Gelder den Menschen in beiden Gebieten zukommen lassen, hieß es.

Unterdessen saßen am gesperrten Grenzübergang Eres zwischen dem Gazastreifen und Israel Hunderte Flüchtlinge fest. Hilfsorganisationen sind mit Lebensmittellieferungen zurückhaltend – sie befürchten, dies könnte weitere Flüchtlinge anlocken. Auch Benzin wird knapp im Gazastreifen, nachdem die Lieferungen aus Israel eingestellt wurden. Allerdings hieß es, dass in die Küstengebiete sowie für humanitäre Zwecke wieder Treibstoff geliefert werde.