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Streik in der norddeutschen Baubranche

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Streik in der norddeutschen Baubranche

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Erstmals seit fünf Jahren sind Bauarbeiter in Norddeutschland in einen unbefristeten Streik getreten. Auf mehr als 100 Baustellen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein ruhte die Arbeit. Die Arbeitsgeber des Bauhandwerks hatten anders als die der Bauindustrie die Tarifeinigung abgelehnt. Der Kompromiss sah eine Einkommenserhöhung von 3,5 Prozent vor.

Die Gewerkschaft demonstriert Entschlossenheit. Ein Sprecher sagt: “Der Streik wird solange dauern, bis sie unterschrieben haben. Wir können jetzt nicht in den Terminkalender reinschreiben, Mittwoch um 18 Uhr ist Streikende, solange die Arbeitgeber nicht unterschrieben haben. Von daher gibt es da keinen festen Termin.”

Nach Meinung der Gewerkschaft wird der Arbeitskampf auch über das Fortbestehen des Flächentarifvertrages entscheiden. Die Arbeitnehmervertretung vermutet hinter der Weigerung, den ausgehandelten Schlichterspruch zu akzeptieren, prinzipielle Gründe.

Die angeführten wirtschaftlichen Argumente seien nur vorgeschoben. Demgegenüber erklärte ein Sprecher der Arbeitgeber, der Tarifabschluss sei zu hoch, er müsse nachgebessert werden.

Der Schlichter in den Verhandlungen war der frühere Wirtschaftsminister Wolfgang Clement. Er sprach von einem Milimeter, den beiden Seiten trennten.
Zu hoffen sei, dass eine Lösung rasch gefunden werden könne.