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EU definiert, was in die Wodka Flasche darf

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EU definiert, was in die Wodka Flasche darf

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Der Wodka-Streit in der EU ist beendet: Es wird auch in Zukunft keine Inhaltsvorschriften geben. Dies hatten die traditionellen Wodka-Produzenten wie Polen und Finnland gefordert. Sie wollten durchsetzen, dass Wodka nur aus Getreide oder Kartoffeln hergestellt werden darf. Andere Staaten warfen ihnen deswegen Protektionismus vor.

Nach Monaten einigte sich das Europaparlament auf einen Kompromiss: Wenn Wodka aus anderen Produkten hergestellt wird, muss das gut leserlich auf dem Etikett stehen. Hinter dieser Debatte verbergen sich vor allem hochprozentige Wirtschaftsinteressen. Denn die wichtigsten Produzenten sind gleichzeitig auch die besten Wodka-Kunden.

Russland ist der größte Hersteller. Seine Umsätze lagen im vergangenen Jahr bei 8,2 Milliarden Euro – etwas mehr als in Westeuropa und weniger als in den USA sowie Osteuropa. Vor allem Deutschland, Frankreich und Großbritannien verwenden für ihre Wodkaproduktion andere Inhaltsstoffe wie Weintrauben oder Zuckerrüben. Die drei Staaten machen etwa ein Drittel der EU-Wodkaproduktion aus.

Die USA und Südafrika verfolgten die Abstimmung in Europaparlament aufmerksam. Sie stellen Wodka aus Rohrzucker her. Die USA drohten bereits, sich an die Welthandelsorganisation zu wenden, sollte die EU Wodka zu streng definieren.