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Streit um Mindestlohn in Deutschland - trotz Regierungskompromiss

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Streit um Mindestlohn in Deutschland - trotz Regierungskompromiss

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Trotz langwierig ausgehandelter Kompromisse hat die deutsche Bundeskanzlerin den Streit in ihrer großen Koalition um den Mindestlohn nicht wirklich beenden können.

Angela Merkel wiederholte an diesem Dienstag, dass es einen bundesweit geltenden gesetzlichen Mindestlohn mit der CDU/CSU nicht geben werde.

Nicht nur so manche Friseuse ist mit dieser Lösung unzufrieden. Der SPD-Vizekanzler und Arbeitsminister Franz Müntefering reagierte mit Empörung und Zorn.
Der CDU-Politiker Ralf Brauskiepe glaubt dagegen wie die Kanzlerin, dass es in Deutschland eine gut funktionierende Tarifautonomie gebe und dass die Tarifpartner näher am Geschehen dran seien als die Politik.

Die deutschen Gewerkschaften nannten den Regierungskompromiss ein Trostpflaster, sie fordern weiterhin – wie auf der verdi-Fassade – den bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn.
Ottmar Schreiner von der SPD erklärt, es gebe einen stürmischen Anstieg im Niedriglohnbereich und deshalb immer mehr Diskussionen zum Mindestlohn auch in Deutschland.

Deutschland gehört zu den sieben (von 27) Staaten in der EU ohne gesetzlichen Mindestlohn. Die große Koalition will aber auch Vizekanzler Müntefering nicht daran scheitern lassen.