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Gaza-Streifen weiter isoliert - Israel und die USA wollen mit Abbas über Palästinenserstaat reden

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Gaza-Streifen weiter isoliert - Israel und die USA wollen mit Abbas über Palästinenserstaat reden

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Der Gaza-Streifen ist immer weiter isoliert. Gestern brach auch die Fatah alle Kontakte zu radikal-islamischen Hamas ab. Ungeachtet dessen hat Ismail Hanija gestern sein Kabinett einberufen. Der einstige Ministerpräsident der von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas aufgelösten Einheitsregierung sieht sich weiter als rechtmäßiger Regierungschef. Vier der ehemals 24 Minister nahmen an der Sitzung teil.

Am geschlossenen Grenzübergang Erez warten unterdessen weiter rund 200 Palästinenser auf eine Ausreise ins Westjordanland. Die israelische Armee befreite gestern mehrere Menschen, die am Montagabend bei einer Schießerei zwischen Hamas-Kämpfern und israelischer Armee verletzt worden waren. Dabei war ein Palästinenser getötet worden. Inzwischen hat Israel mehrere Panzer in den Gazastreifen verlegt. Sie sollen den Grenzübergang absichern.

Die anderthalb Millionen Einwohner des Gazastreifen sind wirtschaftlich und politisch abgeschnitten – International ebenso wie vom Westjordanland. Mit der dort regierenden Fatah wollen Israel und die USA jetzt weiter über die Schaffung eines eigenen Palästinenserstaates reden. Bei seinem Besuch bei US-Präsident George W. Bush betonte Israels Ministerpräsident Ehud Olmert jedoch auch, dass die Bedingung dafür Gewaltverzicht sein müsse.