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Welt-Flüchtlings-Tag

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Welt-Flüchtlings-Tag

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Flüchtlingsschicksale. Der Palästinenser will nur seine Familie versorgt wissen Der Afghane ist geflohen, weil es keinen Frieden gibt. Der Somalier sagt, er brauche doch nur Frieden und Stabilität und einen Ort mit genug Wasser und die Irakerin hofft irgendwann auf ein friedliches Leben

Weil aber dieses friedliche Leben nicht in Sicht ist, suchen Iraker in den Nachbarländern Zuflucht.
Diese hier stehen in der syrischen Hauptstadt Damaskus nach Papieren an. Denn das macht in unserer durchorganisierten Welt das Flüchtlingsleben zusätzlich zur Qual:
Wer von dem Staat, in dem er sich aufhält, keine schriftliche Genehmigung dazu bekommt, der kann auch die meisten seiner Menschenrechte nicht wahrnehmen.

Der UN-Hochkommissars für Flüchtlinge gibt deren aktuelle Zahl mit 10 Millionen an. Dazu kommen noch die 4,3 Millionen Palästinenser, für eine andere Abteilung der Vereinten Nationen zuständig ist. Afghanistan führt mit 2,1 Millionen Flüchtlingen die traurige Statistik an, gefolgt vom Irak mit 1,5 Millionen.

Die sogenannten “Binnenvertriebenen” sind Flüchtlinge im eigenen Land. Die Hälfte der weltweit 24,5 Millionen “Binnenvertriebenen” irrt durch Afrika.

Und dann leiden auch noch jene 5.8 Millionen Menschen, die man “Staatenlose” nennt, weil kein Land ihnen Paß und Schutz gewähren will.

Nach der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 gilt als Flüchtling, wer den Schutz seines Staates nicht in Anspruch nehmen kann, und zwar “…aus begründeter Furcht vor Verfolgung wegen seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse, Religion, Nationalität oder wegen seiner politischen Überzeugung .”

Diese Definition der Vereinten Nationen hilft der wachsenden Zahl der vor Elend, Umweltschäden oder Klimaveränderung fliehenden Menschen überhaupt nicht.

Schon heute haben mehr als 20 Millionen Menschen
ihre Heimat verlassen, weil die Sahelzone zur Wüste wird und pazifische Inseln im Meer versinken.

An das Schicksal der mittlerweile 4,3 Millionen heimatlosen Palästinenser wird die Welt gerade wieder einmal auf besonders brutale Weile erinnert.
Seit 1948 werden immer neue Generationen in die
Misere des Flüchtlingslebens hineingeboren.