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Bundesregierung warnt vor Selbstmordanschlägen in Deutschland

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Bundesregierung warnt vor Selbstmordanschlägen in Deutschland

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Die deutsche Bundesregierung hat vor Selbstmordanschlägen im Land gewarnt. Der Staatssekretär im Innenministerium, August Hanning, erklärte, er fühle sich an die Lage vor den Terroranschlägen 2001 in den USA erinnert, als bereits diffuse Hinweise auf eine Bedrohung vorgelegen hätten. Es lägen Hinweise vor, dass Aktionen geplant seien, sagte Hanning, “in der Region, aber auch darüber hinaus in Europa, in den USA.6; Es bestehe kein Grund zur Panik, betonte der Staatssekretär, doch es bestehe “Anlass zu erhöhter Aufmerksamkeit.”

Errmittler haben zehn Deutsche ausfindig gemacht, die in Afghanistan in islamistischen Ausbildungscamps waren. Das Innenministerium rechnet sie dem Terrornetzwerk al-Qaida zu. In Deutschland seien bereits fünf oder sechs Anschläge von den Behörden vereitelt worden, betonte Hanning. Er fürchte, der Tag werde kommen, an dem in Deutschland ein Anschlag verübt werde. Er erinnerte an die sogenannten Kofferbomber: Nur aufgrund glücklicher Umstände seien deren Anschläge nicht gelungen; sonst hätte es zahlreiche Tote gegeben.

Die Kofferbomber hatten Ende Juli 2006 am Hauptbahnhof in Köln Gepäckstücke mit Sprengsätzen in Zügen abgestellt. Gegen einen tatverdächtigen Libanesen wurde am Mittwoch Anklage erhoben. Ein weiterer Tatverdächtiger steht bereits im Libanon vor Gericht.