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Gespräche über nordkoreanischen Atomstreit

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Gespräche über nordkoreanischen Atomstreit

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Nach seinem Besuch in Nordkorea hat sich der amerikanische Sondergesandte Christopher Hill zufrieden geäußert. Hill war seit fünf Jahren der höchste Regierungsvertreter der USA, der das Land besuchte.

Im Mittelpunkt stand der Streit um Nordkoreas Atomprogramm. Nach einem Abkommen vom Februar soll das Land seinen Kernreaktor Yongbyon abschalten. Bisher scheiterte das aber daran, dass ein nordkoreanisches Konto in Macau gesperrt blieb. Inzwischen werden die gut achtzehn Millionen Euro aber offenbar nach Russland überwiesen, wo Nordkorea über sie verfügen kann.

Hill zufolge ist Nordkorea nun zur schnellen Abschaltung des Reaktors bereit. Die Anlagen dort liefern auch Plutonium für Kernwaffen. Letztes Jahr hatte das Land die Welt mit einem Atomversuch überrascht.

Südkorea will nun auch die versprochen Hilfslieferungen mit Reis in den nächsten Tagen fortsetzen. Auch weitere Lieferungen sind jetzt im Gespräch. Nach jahrelanger Unterbrechung scheinen ebenfalls Kontrollen durch ausländische Inspektoren wieder möglich, ebenso wie eine neue Runde der so genannten Sechsergespräche schon Anfang nächsten Monats. Ein solcher Termin für ein Treffen zwischen Nord- und Südkorea sowie China, Japan, Russland und den USA wurde allerdings bisher nicht bestätigt.