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Gewitterfront über Europa: Vier Tote und Millionenschäden

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Gewitterfront über Europa: Vier Tote und Millionenschäden

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Schwere Unwetter mit Sturm und Regenschauern haben in Teilen Europas Verwüstungen angerichtet. In Wien wurde ein Baukran von heftigen Windböen umgeworfen. Dabei kam der Kranführer ums Leben. Eine Frau wurde von einem umstürzenden Baum erschlagen. Teilweise erreichten die Sturmböen Geschwindigkeiten von bis zu 123 Stundenkilometer. Vom Winde verweht wurde auch das für Donnerstag abend geplante erste Konzert von Barbra Streisand in Wien: Der Sturm zerfetzte Partyzelte und fegte die Sessel von ihren Plätzen.

Auch in der Schweiz verursachte die Gewitterfront Millionenschäden. Besonders betroffen waren der Kanton Schwyz und das Tessin, wo große Hagelkörner fielen. Keller und Straßen wurden überflutet. Autobahnen und Zugstrecken mussten gesperrt werden. In Deutschland herrschte vor allem in der Gegend um Frankfurt am Main Chaos. Am Flughafen mussten je 90 Starts und Landungen gestrichen werden. Ein Mann in Baden-Württemberg wurde von einem einstürzenden Zelt erschlagen, ein anderer in Nordrhein-Westfalen vom Blitz getroffen.

Und auch Großbritannien blieb nicht von den Unwettern verschont. Im Dorf Boscastle in Cornwall stand das Wasser nach schweren Regenfällen mehr als 60 Zentimeter hoch. Aber in Boscastle ist man Kummer gewöhnt: Schon vor drei Jahren war das Dorf von Überschwemmungen verwüstet worden.