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Streik legt Italiens Eisenbahn lahm

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Streik legt Italiens Eisenbahn lahm

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Ungewohnt ruhig ist es heute am Hauptbahnhof von Rom: Nicht weil es vielleicht schon auf das Wochenende zugeht, sondern weil Italiens Eisenbahner streiken. Für 24 Stunden ist der Bahnverkehr im ganzen Land lahmgelegt. Damit protestieren die Eisenbahner unter anderem gegen mögliche Entlassungen; bis zu zehntausend Stellen sind nach den Plänen der Bahn in Gefahr. Die Bahn ist in Geldnot und macht täglich Millionenverluste.

Der Streik war seit einigen Tagen angekündigt, aber manche sind trotzdem überrascht: Das muss man sich mal vorstellen, sagt ein Reisender; man kommt her und merkt, der Zug ist gestrichen. Es gibt Dinge, die sollten in einer Demokratie nicht passieren.

Garantiert überraschend kam der Bahnstreik für Urlauber, die jetzt in Italien unterwegs sind, an sich in der besten Reisezeit. Ich will nach Neapel und dann nach Sorrent, erzählt ein Schotte; früh um sieben wollten wir los, und jetzt warten wir immer noch.

Auch internationale Züge sind betroffen. Reisende müssen sich in jedem Fall auf Verspätungen einstellen. In Österreich enden fast alle Italien-Züge in Innsbruck. In der Schweiz fahren ab den Grenzstationen Brig und Chiasso Busse.