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Erleichterung in Brüssel nach Einigung zu später Stunde

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Erleichterung in Brüssel nach Einigung zu später Stunde

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Nach der Einigung zu später Stunde herrschte in Brüssel große Erleichterung. Frankreichs neuer Staatspräsident Nicolas Sarkozy – für den es der erste Gipfel in diesem Amt war – zeigte sich zufrieden: Er komme mit einer sehr guten Nachricht, sagte er zu den Journalisten.

Europa habe gezeigt, dass es eine Blockade auflösen könne, dass sogar mit 27 Mitgliedsstaaten schwierige Entscheidungen möglich sind. Bei dem nun gefundenen Kompromiss gebe es keine Gewinner und Verlierer, und das sei wichtig, betonte Sarkozy. Europa habe sich wieder in Bewegung gesetzt, betonte der französische Staatspräsident.

Für den britischen Premierminister Tony Blair war es der letzte EU-Gipfel: Er will in der kommenden Woche sein Amt abgeben. Nach der Einigung zog er eine Art Resumee seiner Europapolitik: Ein Land wie Großbritannien brauche starke Bündnisse, um sein Gewicht und seinen Einfluss geltend zu machen. Deshalb habe er als Premierminister stets versucht, die destruktive Ablehnung der EU zu überwinden und deutlich zu machen, dass Großbritannien Europa viel zu bieten habe, dass aber auch umgekehrt Europa Großbritannien viel zu bieten habe.

Die zwanzig Stunden Dauerverhandlung forderten allen Teilnehmer das äußerste ab, – auch den Berichterstattern, die bis in die frühen Morgenstunden ausgeharrt hatten, um dann die frohe Botschaft zu empfangen.