Eilmeldung

Eilmeldung

Fortschritte im nordkoreanischen Atomstreit

Sie lesen gerade:

Fortschritte im nordkoreanischen Atomstreit

Schriftgrösse Aa Aa

In den festgefahrenen Streit um Nordkoreas Atomprogramm kommt wieder Bewegung. Wie die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur berichtet, sollen Anfang nächsten Monats die Sechsergespräche wiederaufgenommen werden – die Treffen also zwischen Nord- und Südkorea sowie Russland, Japan, China und den USA. Dabei geht es vor allem um den Kernreaktor Yongbyon, aus dem Nordkorea kernwaffenfähiges Plutonium gewinnt.

Der amerikanische Sondergesandte Christopher Hill war jetzt erst überraschend in Nordkorea, als höchster Vertreter der USA seit fünf Jahren. Nach seinen Gesprächen dort sagt er jetzt, Yongbyon werde wohl bald abgeschaltet. Nordkorea und die Internationale Atomenergiebehörde IAEA müssten sich noch über die Überwachung verständigen; das könne wahrscheinlich innerhalb von drei Wochen geschehen.

Die plötzlichen Fortschritte haben mit viel Geld zu tun: Gut achtzehn Millionen Euro, die Nordkorea gehören und bisher in einer Bank in Macau lagerten. Dort waren sie wegen der Sanktionen gegen das Land aber eingefroren; nun wurden sie an eine
russische Bank überwiesen, die das Geld nächste Woche nach Nordkorea weiterleitet.