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Brown am Ziel seines politischen Weges

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Brown am Ziel seines politischen Weges

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James Gordon Brown auf der letzten Etappe eines langen politischen Weges. Länger als der 56-jährige hat in der jüngeren britischen Geschichte wohl kaum ein Spitzenpolitiker auf ein Amt warten müssen.

Als 1997 nach 18 Jahren wieder ein Labour-Politiker Premierminister wird, wird Brown Schatzkanzler. Und die ewige Nummer zwei hinter dem charismatischeren Tony Blair. Als “Prinz Charles von Downing Street” verspottet, erarbeitet sich Brown im Amt den Ruf eines brillanten Workaholics.

Aber als Sport liebender Junggeselle steht er im Schatten des öffentlich glücklichen Familienvaters Blair – bis er im Jahr 2000 die PR-Managerin Sarah Macaulay heiratet. Zwei Jahre später verliert das Paar seine erste Tochter nur zehn Tage nach der Geburt. Im vergangenen wird Jahr bekannt, dass das dritte Kind, Sohn James Fraser, an Mukoviszidose leidet. Brown spricht erstmals öffentlich über Gefühle – und wird in der Öffentlichkeit weicher wahrgenommen.

1983 wurde Brown das erste Mal ins Unterhaus gewählt. Damals teilte er sich ein Büro mit einem anderen jungen Hoffnungsträger – Tony Blair. Zusammen entwickelten sie das Projekt New Labour. Mehr als zehn Jahre später löst Blair nun ein Versprechen ein. Und lässt Brown es weiterführen.