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Präsident Putin bei Balkan-Energiegipfel in Zagreb

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Präsident Putin bei Balkan-Energiegipfel in Zagreb

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Der russische Präsident Wladimir Putin ist zum Gipfeltreffen der Balkanstaaten in der kroatischen Hauptstadt Zagreb eingetroffen. Thema des Gipfels ist die Energieversorgung, doch Putin wollte mit den Gipfelteilnehmern auch über das Kosovo sprechen: Im Streit um die fast nur noch von Albanern bewohnte serbische Provinz steht Moskau an der Seite Belgrads. Im UN-Sicherheitsrat wird derzeit über einen Vorschlag von UN-Vermittler Martti Ahtisaari für einer begrenzten Autonomie des Kosovo beraten. Eine Entscheidung wird erst nach einem Besuch Putins Anfang Juli bei US-Präsident Bush erwartet. Zum Gipfelthema Energieversorgung wollte Putin in Zagreb eine neue Strategie vorstellen. Der kroatische Präsident Stipe Mesic erklärte in seiner Eröffnungsansprache, der Energiemarkt sei von starker Nachfrage geprägt und werde daher von den Anbietern beherrscht. Umso wichtiger sei es, für einen freien Markt zu sorgen.

Die Probleme der Energieversorgung gehörten heute zu den wichtigsten Themen der internationalen Politik, sagte Putin. Das strategische Ziel der gemeinsamen Anstregungen in diesem Bereich sei es, die Versorgung aller Staaten der Region sicherzustellen.

Der russische Vorschlag sieht vor, mit den Pipelines “Druschba” und “Adria” russisches Erdöl zu einem Ölhafen an der kroatischen Mittelmeerküste zu befördern. Zudem soll eine neue Gaspipeline duch das Schwarze Meer und über den Balkan gebaut werden: Darauf einigten sich kurz vor dem Gipfel der italienische Energieversorger ENI und die russische Gazprom.