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Beratungen über eine UNO-Truppe für Darfur

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Beratungen über eine UNO-Truppe für Darfur

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Der Sudan soll seine Einnahmen aus dem Erdölgeschäft nicht weiter für Waffen ausgeben dürfen. Das forderten Menschenrechtler im Vorfeld des Darfur-Gipfels in Paris. Statt auf Konten der Regierung solle das Geld in einen internationalen Fonds fließen. Bei dem heutigen Gipfel wollen die Teilnehmer, darunter die USA und China sowie die Vereinten Nationen, über die Lage in der Krisenregion beraten. Dabei soll es vor allem um eine geplante Friedenstruppe gehen, die in Darfur Massenmord und Vertreibung verhindern soll.

In der westsudanesischen Region wüten seit einem Aufstand vor vier Jahren die so genannten Dschandschawid-Milizen. Hilfsorganisationen schätzen, dass sie mit Unterstützung der Regierung in Khartum bis zu 200.000 Menschen getötet und Millionen vertrieben haben.

Die Soldaten der Afrikanischen Union, die schon im Land sind, konnten bisher kaum etwas ausrichten. Nachdem die Regierung eine UN-Truppe lange ablehnte, hat sie nun doch einem Blauhelm-Einsatz zugestimmt. Wichtige Details sind aber noch ungeklärt.