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Einlenken im Atomstreit - Nordkorea will Reaktor abschalten


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Einlenken im Atomstreit - Nordkorea will Reaktor abschalten

Nordkorea will seine umstrittenen Nuklearanlagen abschalten. Das sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang. Die Zusage kommt nur einen Tag vor dem Besuch des stellvertretenden Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Olli Heinonen. Der Finne will morgen den Reaktor Yongbyon inspizieren. Es ist die erste derartige Visite seit der Ausweisung der Atom-Inspekteure vor fünf Jahren. Er wisse jedoch noch nicht, wie lange es dauern könnte, bis Nordkoreas umstrittener Reaktor stillgelegt sei, so Heinonen bei seiner Ankunft am Flughafen in Peking. Das hänge auch von den getroffenen Vorbereitungen ab.

Die Ankündigung Pjöngjangs folgt auf die Freigabe eingefrorener nordkoreanischer Auslandskonten vor knapp zwei Wochen. Die in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao gelagerten rund 20 Millionen Euro sind inzwischen in Nordkorea eingetroffen. Damit wolle das Land jetzt das Abrüstungsabkommen vom Februar umsetzen, hieß es. Der Vertrag sieht zunächst die Abschaltung des Atomreaktors in Yongbyon vor. Im Gegenzug soll das Land Energielieferungen erhalten.

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