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Nahost-Treffen in Ägypten

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Nahost-Treffen in Ägypten

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Alles ist vorbereitet im ägyptischen Badeort Scharm El-Scheich: Hier treffen sich heute Israels Regierungschef Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Machmud Abbas. Auch Ägyptens Präsident ist dabei, ebenso wie der jordanische König. Olmert und Abbas kommen zum ersten Mal zusammen, seit die so genannte Einheitsregierung der Palästinenser zerbrochen ist und die radikale Hamas-Bewegung die Macht im Gazastreifen übernommen hat.

In diesem kleineren der beiden Palästinensergebiete regiert nun weiterhin Ismail Hanija – egal, ob er nun von Abbas entlassen wurde. Er verspricht, dass seine Hamas der Isolation trotzen werde. Und er beschuldigt die USA, sie hätten die gegnerische Fatah-Partei mit Geld und Waffen ausgestattet. Hanija kritisiert auch, dass Israel jetzt viel Geld freigeben will, das es den Palästinensern seit langem schuldet. Dieses Geld soll aber an den gemäßigten Präsidenten Abbas und seine Übergangsregierung gehen; die Hamas im Gazastreifen bekommt davon nichts.

Jordanien und Ägypten wollen jetzt so viele arabische Länder wie möglich hinter Abbas versammeln. Schon morgen kommt deshalb der nächste Gast nach Scharm El-Scheich, der saudische König. In Jerusalem trifft sich dann außerdem das so genannte Nahostquartett aus UNO, Europäischer Union, den USA und Russland, um ebenfalls über das weitere Vorgehen im Nahen Osten zu beraten.