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Neues Video von entführtem BBC-Reporter

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Neues Video von entführtem BBC-Reporter

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Der im palästinensischen Gazastreifen entführte Reporter Alan Johnston ist auf einem neuen Video seiner Kidnapper zu sehen. Darin trägt er offenbar einen Sprengstoffgürtel – nach seiner Aussage eine Warnung, ihn mit Gewalt zu befreien. Die Lage sei sehr schwierig, sagt Johnston in dem Video. Es habe viel versprechende Verhandlungen gegeben: Die seien aber gescheitert, weil die britische Regierung und die im Gazastreifen herrschende Hamas-Bewegung eine militärische Lösung gewollt hätten.

Der Hamas scheint der Fall unangenehm; auch der bisherige Regierungschef im Gazastreifen, Ismail Hanija, sagt, die Sache müsse ein Ende haben; man werde nicht hinnehmen, dass diese Entführung so weitergehe. Hanija hatte schon eine gewaltsame Befreiung vorgeschlagen, die Großbritannien dann aber letztlich doch nicht wollte.

Johnston arbeitet für den Fernsehsender BBC; seit drei Jahren war der schottische Journalist schon im Gazastreifen. Im März wurde er in der Nähe seiner Wohnung entführt. Seine Kidnapper nennen sich Armee des Islam: Sie verlangen die Freilassung moslemischer Häftlinge in Großbritannien.

Seit letztem Jahr wurden im Gazastreifen mehr als ein Dutzend Ausländer gekidnappt, sowohl Journalisten als auch Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. So lange wie Johnston wurde aber keiner von ihnen festgehalten.