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Sechs spanische UN-Soldaten bei Anschlag im Libanon getötet

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Sechs spanische UN-Soldaten bei Anschlag im Libanon getötet

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Bei einem Bombenanschlag auf eine Patrouille der UN-Truppe UNIFIL im Libanon sind am Sonntag sechs spanische Soldaten getötet und zwei weitere verletzt worden. Nach Angaben der spanischen Regierung ereignete sich der Anschlag am späten Nachmittag in der Nähe der südlibanesischen Ortschaft Mardschajun. Der Sprengsatz detonierte, als das gepanzerte Fahrzeug der Spanier vorbeifuhr. Nach Auffassung der spanischen Regierung handelte es sich nicht um eine Mine, sondern um einen gezielten Terrorakt. Zunächst bekannte sich niemand dazu. Die Hisbollah-Bewegung verurteilte den Anschlag in einer ersten Stellungnahme. Der spanische Verteidigungsminister José Antonio Alonso erklärte, er wolle einer detaillierten Untersuchung nicht vorgreifen, doch der Anschlag sei vermutlich mit einer Autobombe oder per Fernzündung verübt worden. Es war der erste Anschlag auf UN-Soldaten, seit deren Mandat nach Beendigung des Krieges zwischen Israel und der Hisbollah auf die Entwaffnung der Milizen ausgedehnt worden war. Der libanesische Außenminister Tarek Metri sagte, wie alle Libanesen sei auch er traurig und wütend wegen dieses Terroraktes. Das sei eine Bedrohung für den Libanon, die Sicherheit im Land, eine Bedrohung der internationalen Gemeinschaft. Die UNIFIL-Truppe beobachtet im Südlibanon die Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz. Sie soll auch den Schmuggel von Waffen an die Hisbollah unterbinden. Die Truppe besteht aus 13.000 Soldaten, davon sind 1.100 Spanier.