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Trauerfeier für getötete spanische Unifil-Soldaten

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Trauerfeier für getötete spanische Unifil-Soldaten

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Einen Tag nach dem Anschlag, bei dem sechs spanische Blauhelme getötet wurden, ist der spanische Verteidigungsminister José Antonio Alonso im Libanon eingetroffen. Der Politiker nahm in der Ortschaft Mardschajun an einer Trauerfeier für die ums Leben gekommenen Soldaten der UN-Truppen für den Libanon (Unifil) teil.

Alonso unterstrich die Bedeutung des Unifil-Einsatzes: “Die Soldaten, die auf libanesischer Erde ihr Leben verloren, waren in einer Friedensmission unterwegs, in einer Gegend, die das besonders nötig hat.” Die Blauhelme waren im Südlibanon bei einer Streifenfahrt durch eine Ferngezündete Bombe getötet worden.

Bisher bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Nach einem Bericht der spanischen Zeitung “El Pa¡s” geht die Regierung in Madrid davon aus, dass Terroristen von Fatah al-Islam die Tat verübt haben. Die Extremistengruppe liefert sich seit Wochen im palästinensischen Flüchtlingslager Nahr al-Bared aus blutigen Gefechten mit der libanesischen Armee.

Das benachbarte Syrien bestreitet jede Unterstützung von Fatah al-Islam vehement und verurteilte die Buttat als “verbrecherischen Akt”. Die UNIFIL-Truppe beobachtet im Südlibanon die Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz.

Die Truppe ist seit nahezu 30 Jahren im Süden des Libanon stationiert und besteht zur Zeit aus 13.000 Soldaten, davon sind 1.100 Spanier.