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Darfur-Gipfel in Paris endet mit Aufruf zu harter Haltung

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Darfur-Gipfel in Paris endet mit Aufruf zu harter Haltung

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Mit einem Aufruf Frankreichs, dem Sudan gegenüber unnachgiebig zu bleiben, ist in Paris die Darfur-Konferenz zu Ende gegangen. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy betonte, der Konflikt könne nur politisch gelöst werden. An der Konferenz nahm erstmals auch China teil, das durch Öl- und Waffengeschäfte mit dem Sudan eng verbunden ist. Die sudanesische Regierung war bei dem Pariser Treffen nicht vertreten.

Vier Punkte hob Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner hervor: Politische Unterstützung, Druck zur Unterstützung von Initiativen vor allem der UN und der Afrikanischen Union, finanzielles Engagement für die Zukunft, und die Lage in der Region. US-Außenministerin Condoleezza Rice sagte, wenn die Regierung des Sudan die von ihr eingegangenen Verpflichtungen nicht erfülle, müsse das Konsequenzen haben.

In der westsudanesischen Region Darfur bekämpft die sudanesische Armee mit Hilfe verbündeter Milizen mehrere Rebellengruppen. Beiden Seiten werden schwere Vergehen gegen die Zivilbevölkerung vorgeworfen. Der Konflikt hat sich mittlerweile auf die Grenzregion im Nachbarland ausgeweitet. Schon 2004 war von 200 000 Toten die Rede, seitdem gibt es keine verlässlichen Schätzungen. Mehr als zwei Millionen Menschen wurden aus ihren Dörfern vertrieben.