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Diplomatisches Tauwetter in Korea

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Diplomatisches Tauwetter in Korea

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Erstmals seit fünf Jahren sind wieder Atominspekteure in Nordkorea eingetroffen. Die Abordnung der Internationalen Atomenergiebehörde soll die Schließung des umstrittenen Reaktors Yongbyon Überprüfung. Der Chefinspektor der Behörde, Olli Heinonen, sagte vor seinem Abflug nach Pjöngjang, er wisse noch nicht, wann der Reaktor genau stillgelegt sei. Das hänge von Nordkorea ab. Man werde aber über diese Details sprechen.

Nordkorea hatte gestern angekündigt, seine umstrittenen Nuklearanlagen abzuschalten. Zuvor waren 20 Millionen Euro eingefrorener Auslandsgelder auf Konten des Landes eingegangen. Die verzögerte Freigabe des Gelders hatte einen Fortschritt lange blockiert. Bereits im Februar hatte sich Nordkorea zum Stopp seines Atomprogramms verpflichtet. Im Gegenzug soll das verarmte Land Energielieferungen erhalten.

In Reaktion auf die neuen Fortschritte im Atomstreit hat Südkorea angekündigt, seine Hilfslieferungen an den Nachbarn wieder aufzunehmen. Das kommunistische Land soll insgesamt 400.000 Tonnen Reis erhalten. Nach nordkoreanischen Raketentests hatte Südkorea seine regelmäßigen Reislieferungen im vergangenen Jahr eingestellt.