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Nahost-Quartett berät in Jerusalem

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Nahost-Quartett berät in Jerusalem

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In Jerusalem hat sich das so genannte Nahost-Quartett zu Beratungen versammelt. Die Gruppe besteht aus den USA, den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und Russland. Die Gespräche in dem US-Konsulat finden zum ersten Mal nach dem militärischen Sieg der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen vor knapp zwei Wochen statt. Nach britischen Medienberichten geht es unter anderem um den Posten des Nahost-Sondergesandten. Offenbar soll der scheidende britische Premierminister Tony Blair diese Stelle übernehmen. Die Ernennung Blairs könnte schon an diesem Dienstag verkündet werden. Gestern hatten sich erstmals wieder der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert und der palästinensische Präsident Mahmud Abbas getroffen. Auf dem Nahost-Gipfel im ägyptischen Sharm el Sheikh kündigte Olmert an, 250 Fatah-Mitglieder aus israelischen Gefängnissen freizulassen. Dies sei eine Geste des guten Willens gegenüber Abbas. Nur 24 Stunden später bat Abbas Israel, der Verlegung von Fatah-Truppen zuzustimmen. Die Badr Brigade soll von Jordanien ins Westjordanland gebracht werden. Damit wolle Abbas seine Kontrolle verstärken.