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Prinz-von-Asturien-Preis für Literatur an Israeli Amos Oz

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Prinz-von-Asturien-Preis für Literatur an Israeli Amos Oz

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Die Jury des Prinz-von-Asturien-Preises hat den den israelischen Schriftsteller als Preisträger in der Sparte Literatur ausgewählt. Die Preise werden seit 1981 verliehen und zwar in den Kategorien Kunst, Literatur, Sozialwissenschaften, Kommunikation und Geisteswissenschaften, Eintracht, internationale Zusammenarbeit, wissenschaftliche und technische Forschung und Sport. Die Jury sucht Persönlichkeiten oder Organisationen als Preisträger aus, die Wissenschaft, Kultur und humanistische Werte weitergebracht haben. Die Preise sind mit 50 000 Euro dotiert.

Die Prinz von Asturien Preise werden in allen Sparten gleichzeitig im Herbst vom Fürsten von Asturien verliehen – das ist der Titel des spanischen Thronfolgers Felipe. Bisher wurden in der Kategorie Literatur unter anderem ausgezeichnet: Mario Vargas Llosa, das Volk von Puerto Rico, Günter Grass, Doris Lessing, Arthur Miller und im vergangenen Jahr Paul Auster.

Amos Oz ist ein israelischer Schriftsteller – ein politischer Schriftsteller und Aktivist. Er hat die israelische Friedensbewegung Peace Now mit begründet und engagiert sich politisch für eine linke Partei.

Amos Oz ist 68 Jahre alt. Er hat 18 Bücher auf hebräisch geschrieben und rund 450 Artikel und Essays verfasst. Bis vor zwei Jahren lehrte er als Professor für hebräische Literatur. Seine Arbeiten wurden in 37 Sprachen übersetzt. Sein Hauptthema: Die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern.

Der Preis an ihn ist sicher auch als Signal gedacht – Oz und seine aus Odessa stammenden Eltern haben den Werdegang des Staates Israel im vergangenen Jahrhundert hautnah miterlebt.

Die Eltern immigrierten in den 30er Jahren, er selbst wurde in Jerusalem geboren und kämpfte im Sechs-Tage-Krieg und im Jom-Kippur-Krieg. Seine Geschichte tragen denn auch Titel wie “Bericht zur Lage des Staates Israel”, “Der perfekte Frieden” oder “wie man Fanatiker kuriert.”