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Arbeitslosenzahlen in Deutschland unerwartet stark zurückgegangen

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Arbeitslosenzahlen in Deutschland unerwartet stark zurückgegangen

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Der Wirtschaftsaufschwung beflügelt den deutschen
Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen sank in Deutschland im Juni unerwartet stark – auf den niedrigsten Stand seit rund sechseinhalb Jahren. Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, Frank-Jürgen Weise, sagte, die Zahlen vom Arbeitsmarkt seien besser als der europäische Durchschnitt. Und die günstige Entwicklung in Deutschland wirke sich auch bei den europäischen Nachbarn aus.
Die Arbeitslosenquote stand im Januar noch bei 10,2 Prozent. Sie ging in den folgenden Monaten ständig zurück – auf 8,8 Prozent im Juni.
Insgesamt waren im Juni knapp 3,7 Millionen Männer und Frauen als arbeitslos gemeldet -125.000 weniger als im Vormonat und 712.000 weniger als vor einem Jahr. Der Rückgang war deutlich kräftiger als von Experten erwartet. Die Nachfrage nach Arbeitskräften nehme weiter zu, sagte Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur: Das bedeute, Betriebe müssten ihre Einstellungspraxis ändern, mehr ältere Mitarbeiter einstellen, und mehr auf die Bedürfnisse weiblicher Arbeitskräfte eingehen, im Sinne einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Nach Angaben der Bundesagentur profitierte der Arbeitsmarkt im Osten Deutschlands noch etwas mehr von dem Aufschwung als der Westen. Dennoch lag die Arbeitslosenquote in Ost-deutschland mit 14,7 Prozent noch immer doppelt so hoch wie im Westen mit 7,3 Prozent.