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Hoher Blutzoll im Irak

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Hoher Blutzoll im Irak

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In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind bei einem Sprengstoffanschlag am Donnerstag 25 Menschen getötet und 40 verletzt worden. Nach Polizeiangaben detonierte eine Autobombe in der morgendlichen Rush-Hour an einer Kreuzung im hauptsächlich von Schiiten bewohnten Stadtteil Baja, an der Minibusse halten, um Fahrgäste aufzunehmen.

Mehrere Dutzend Fahrzeuge wurden durch die Wucht der Explosion zerstört. An der Bushaltestelle klaffte ein riesiger Krater. Die US-Truppen versuchen zur Zeit in einer groß angelegten Militäraktion mit wenig sichtbarem Erfolg das Autobombenattentäternetzwerk in der Umgebung Bagdads zu zerschlagen.

Im Südbagdader Salmanpark fanden Passanten am Tigrisufer die Leichen von 20 enthaupteten Männern. Eine derartige Zahl von Enthaupteten ist selbst für irakische Verhältnisse außergewöhnlich hoch. Außerdem wurden bei einem Artillerieangriff auf einen Markt im Bagaderstadtteil Schorja zwei Menschen getötet und 14 verletzt.

In Basra wurden drei britische Soldaten getötet. Nach Armeeangaben hatten sie ihr gepanzertes Fahrzeug gerade verlassen, als ein am Straßenrand versteckter Sprengsatz explodierte. Um ihre Überlebenschancen zu erhöhen, falls ihr Fahrzeug auf eine Mine fährt, verlassen Soldaten bei Streifen immer öfter ihre Panzerfahrzeuge.