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Kolumbien: Elf FARC-Geiseln vermutlich bei Befreiungsversuch getötet

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Kolumbien: Elf FARC-Geiseln vermutlich bei Befreiungsversuch getötet

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Elf kolumbianische Abgeordnete, die sich in der Gewalt der linken FARC-Rebellen befunden haben, sind vermutlich bei einem Befreiungsversuch getötet worden. Nach Angaben der Guerilla wurde das Lager, in dem sie festgehalten wurden von einer Gruppe Soldaten angegriffen.

Die Nachricht löste bei den Angehörigen blankes Entsetzen aus. “Wir machen die FARC verantwortlich, denn sie haben die Geiseln
genommen, aber auch die Regierung ist schuldig, denn sie hätte die Möglichkeit zu einer humanitären Lösung gehabt”, klagt Fabiola Perdomo, die Frau des gekidnapten Abgeordneten Juan Pablo Narvaez.

Im Internet teilte die FARC den Tod ihrer Geiseln mit. Sie waren im April 2002 in der Provinz Valle del Cauva verschleppt worden. Im April dieses Jahres hatten sich die Geiseln in Videobotschaften über
die kolumbianische Regierung beklagt. Sie tue nicht genug für ihre Freilassung.

Das Militär bestritt, dass ein Befreiungsversuch stattgefunden habe, und die Regierung forderte
von den FARC Beweise für deren Behauptung.