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Gazprom kündigt Investitionen in Westeuropa an

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Gazprom kündigt Investitionen in Westeuropa an

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Der vom Kreml kontrollierte russische Energieriese Gazprom will weiter nach Westeuropa expandieren. Das kündigte die Konzernführung auf der Jahreshauptversammlung in Moskau an. Es seien Investitionen in die Stromerzeugung in Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden geplant. In Deutschland will Gazprom nach früheren Angaben ein Gaskraftwerk im brandenburgischen Eisenhüttenstadt errichten.

Bereits gestern hatte der Konzern für 2006 Rekordzahlen vorgelegt. Allein der Nettogewinn konnte sich dabei auf rund 18 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Insgesamt waren die Zahlen das beste Jahresergebnis in der Konzerngeschichte.

Der erkrankte Vorstandschef Alexej Miller bekundete in einem Zeitungsinterview zudem das Interesse Gazproms an einer Beteiligung an der von der EU geplanten Pipeline Nabucco. Durch diese soll ab 2011 Erdgas vom Kaspischen Meer nach Südeuropa strömen. Die EU will mit Nabucco die Energieabhängigkeit von Russland verringern, hatte aber Gazprom zur Mitarbeit eingeladen.