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Polizei sucht nach Londoner Attentätern

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Polizei sucht nach Londoner Attentätern

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Nach den vereitelten Anschlägen mit Autobomben in der Londoner Innenstadt hat die Polizei die Suche nach mutmaßlichen terroristischen Attentätern ausgeweitet. Es laufe eine internationale Fahndung, hieß es. Zudem wurden zusätzliche Polizeistreifen in der Millionenmetropole eingesetzt. Scotland Yard wertete stundenlanges Material von Überwachungskameras aus. Nach dem Chaos von Freitag normalisierte sich die Lage langsam. Innenministerin Jacqui Smith rief die Briten vor einer Sitzung des Notfall-Kabinetts erneut zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. Der wichtigste Beitrag, den die Öffentlichkeit zur Sicherheit leisten könne, sei es, Verdächtiges umgehend der Polizei zu melden – und genau dazu fordere sie die Menschen auch auf. Sie betone jedoch, dass die Terrorbedrohung die Briten nicht davon abhalten dürfe, ihrem Alltag nachzugehen. Am Freitag waren nahe des Piccadilly Circus und des Hyde Parks zwei Autobomben aus Benzin, Gas und Nägeln gerade noch rechtzeitig entschärft worden. Ein Auto war vor einem Nachtclub geparkt. Nach einem Bericht der Tageszeitung “The Times” war auch das “Tiger Tiger” schon Tagen von den Sicherheitskräften mit einem 50 Seiten umfassendem Dokument vor der Gefahr durch Autobomben gewarnt worden. Wären die Bomben explodiert, hätten sie vermutlich hunderte Menschen verletzt oder getötet.

Großveranstaltungen wie eine Parade von Schwulen und Lesben sowie ein Konzert zum Gedenken an
die Prinzessin Diana mit zehntausenden Teilnehmern sollen am Wochenende wie geplant
stattfinden.