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Bush und Putin beraten in Kennebunkport


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Bush und Putin beraten in Kennebunkport

Angesichts der jüngsten Spannungen zwischen Russland und den USA wollen US-Präsident George W. Bush und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin wieder auf Annäherungskurs gehen. Als Zeichen der Wertschätzung lud Bush den Kreml-Chef als ersten ausländischen Staatsgast in die Sommerresidenz seiner Eltern in Kennebunkport an der Atlantik-Küste ein. Nach einer Reihe von anti-amerikanischen Äußerungen in den vergangenen Wochen gab sich Putin im Vorfeld des Treffens versöhnlich. Er hoffe, dass der Dialog mit dem Menschen Bush von einer freundschaftlichen Atmosphäre geprägt sei. Dieser amerikanische Politik-Experte sagt, es gehe darum, Spannungen abzubauen und wieder positive, menschliche Elemente in die Chemie zwischen den beiden einzubringen. Vor allem im Streit um die Raketenabwehr in Mitteleuropa sei die Rethorik wohl etwas aus der Kontrolle geraten. Sie habe sich gewissermaßen verselbständigt – vor allem was Präsident Putin angehe. Bush sieht den Vorschlag Moskaus, diese russische Radarstation in Aserbaidschan mit den USA gemeinsam zu nutzen, als Ergänzung und nicht als Ersatz für seine Pläne in Europa an. Putin erwartet jetzt eine offizielle Erklärung von Bush zur Raketenabwehr. Im Raum stehen auch Putins Drohungen, im Falle einer US-Raketenabwehr in Mitteleuropa seinerseits möglicherweise selbst Ziele in Europa ins Visier zu nehmen.

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